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Generell gilt: Sukkulenten lieben viel Sonne. Der Standort sollte also so hell wie
möglich sein. Ideal ist ein Gewächshaus oder ein Südfenster oder bei schönem,
warmen Wetter einfach nach draußen auf die Terrasse stellen. Es gibt aber ein
paar Ausnahmen. Bitte keine neu erworbenen Pflanzen direkt ans Südfenster
stellen oder Pflanzen aus dem Gewächshaus nach draußen in die pralle Sonne
räumen. Dann holen sie sich leicht Verbrennungen. Daher lieber die Pflanzen
erst einmal langsam an die höhere Lichtintensität gewöhnen. Also zuerst ans
Ostfenster stellen und erst nach ein oder zwei Wochen ans Südfenster. Ähnliches
gilt für draußen. Zum Rausstellen der Pflanzen bewölkte Tage abwarten oder zuerst
einmal in den Halbschatten unter einen Baum oder Strauch stellen.
Intensives Licht ist lebenswichtig für Sukkulenten. Dies gilt besonders für
alle Pflanzen mit einer weißen, blauen oder grauen Epidermis („Haut“, „Gewebe“).
Schlechte Lichtverhältnisse zeigen sich durch unnatürlich verlängerte Triebe.
Das Gewebe dieser Triebe ist nicht ausreichend ausgehärtet und weich und wird
daher anfällig für Schadinsekten oder Pilzbefall. Also niemals Sukkulenten
2 Meter entfernt vom Fenster auf ein Schrankregal stellen!
Es gibt ein großes Angebot unterschiedlichster Substrate für Sukkulenten. Bei der Auswahl sollte man folgende Kriterien beachten:
Benutzen Sie nur Töpfe mit Abzugslöchern. Wir empfehlen Plastiktöpfe, da diese
eine bessere Entwicklung des Wurzelsystems gewährleisten. In Tontöpfen
konzentrieren sich die Wurzeln entlang der Innenwände, wo sie an heißen
Tagen leicht austrocknen.
Bitte alle Pflanzen spätestens nach zwei Jahren umtopfen.
Das Umtopfen von Sukkulenten mit normalem, feinen Wurzelsystem
Entfernen Sie alle faulen oder abgestorbenen Wurzelteile und kürzen Sie
den Wurzelballen etwas ein. Die Pflanze etwas liegen lassen, damit die
Verletzungen abtrocknen können. Dann in leicht feuchte Erde topfen.
Anschließend an einen warmen, halbschattigen Standort stellen und warten,
bis sich die ersten neuen Wurzeln bilden. Erst danach mit leichten
Wassergaben beginnen.
Das Umtopfen von Sukkulenten mit Rübenwurzeln
Beim Umtopfen von Sukkulenten mit Rübenwurzeln lässt es sich leider nicht
immer vermeiden, die dicken, fleischigen Wurzelorgane einzukürzen.
Immer gründlich gießen und überprüfen, ob die Erde im ganzen Topf nass
geworden ist und nicht nur die obersten zwei Zentimeter. Bitte beachten
Sie, dass viele Pflanzen, die wir verkaufen, mehr Wasser benötigen als
Kakteen. Dies gilt besonders für Pflanzen aus Malawi, Tansania und Sambia,
wo die jährlichen Niederschläge (verteilt auf 5 Monate) bei etwa 1.000 Liter
liegen. Zum Vergleich: wo wir wohnen liegt der Jahresdurchschnitt bei 740 Liter
auf 12 Monate verteilt.
Ertränken Sie deshalb aber bitte Ihre Pflanzen nicht gleich. Vor allem
lassen Sie niemals einen Topf in einem Untersetzer mit Wasser stehen. Die
wichtigste Regel beim Gießen von Sukkulenten lautet: zwischen den einzelnen
Gießintervallen sollte die Erde immer kurz austrocknen.
Und genau so wichtig! Einige Pflanzen brauchen eine strenge Ruhezeit, während
der Wassergaben zum Faulen der Wurzeln und in schlimmsten Fall zum Totalverlust
der Pflanzen führen können.
Benutzen Sie nur Dünger die einen geringen Anteil an Stickstoff haben, wie alle
Sukkulenten-Dünger oder Guano-Dünger. Das richtige Düngen von Sukkulenten ist
nicht ganz einfach und es wird eine Weile dauern, bis Sie das richtige Maß für
Ihre Lieblinge gefunden haben. Einer der großen Irrtümer über sukkulente Pflanzen
lautet, dass diese kein Wasser und keinen Dünger benötigen. Aber auch Sukkulenten
brauchen manchmal Dünger – wenigstens einmal im Monat. Das richtige Maß ist daran
erkenntlich, dass sich neue Triebe, Blätter oder Stacheln bilden. Der Pflanzenkörper
wird prall und die neuen Triebe und Blätter haben eine gesunde grüne Farbe. Zu viel
oder zu wenig Dünger kann zu Deformationen der neuen Triebspitzen oder der Blätter
führen. Auch die gelbliche oder rötliche Färbung von Trieben oder Blättern ist ein
Warnsignal für eine Fehlernährung der Pflanze. Vertriebene Pflanzen (Pflanzen mit
unnatürlichem Längenwachstum) sind ein untrügliches Zeichen für zu viel Dünger.
Mit dem Düngen sollte bereits zu Beginn der neuen Vegetationsperiode begonnen
werden. Spätestens einen Monat vor Ende der Wachstumszeit sollte man das Düngen
einstellen, so dass die Pflanze die Möglichkeit hat, ihr Gewebe auszuhärten.
So kann sich eine kräftige Pflanze entwickeln, die die folgende Ruhezeit gut
überstehen wird.